Was ist Räucherwerk?
16. August 2007 von svenAls Verräuchern bezeichnet man das Verglimmen erlesener Düfte (Räucherwerk) auf heißen Kohlestückchen bzw. auf einem heißen Untergrund. Grund. Hierdurch werden spezielle Stoffe freigesetzt.
Generell kann man jeden Stoff zum Räuchern verwenden, der die erforderlichen Wirk- oder Duftstoffe (öfters als Form von ätherischen Ölen) enthält, und diese während des Vorgangs des Verglühens freisetzt. Das enthält Stoffgruppen wie Baumharze, Holz (Räucherhölzer), Heilkräuter u.a.
Bekannte Räucherstoffe sind unter anderem Myrrhe und Weihrauch, die auch in den christlichen Gotteshäusern angewendet werden.
Der Weihrauch an sich ist ein grob körniges trockenes Harz, das schon von den alten Ägyptern für rituelle Zwecke verwendet wurde.
Als Beispiel während der Einbalsamierung herausragender sowie vermögender Menschen. Ebenso alltäglich als gut duftendes, säuberndes sowie Infektionshemmendes Räucher- und Heilmittel. Dieses geschah vorwiegend in in reichen Häusern.
Es schafft während des Verglühens (Räucherns) einen gut riechenden Rauch.
Der Weihrauch wird in verschiedenen Konfessionen (z. B. der orthodoxen und katholischen Kirche) seit ca. Mitte des ersten Jahrtausends bis heute bei Feierlichkeiten verwendet. Meist versetzt mit manch anderen Harzen wie z. B. Benzoe, Myrrhe, Galbanum, Zistrose, Styrax, Lorbeer etc. Damals bezeichneten die Menschen auch andere Harze zum Räuchern als Weihrauch.
Während der katholischen Messe wird das Harz des Weihrauch mit einem sog. Rauchfass geräuchert. Dieses befindet sich an einer kürzeren Kette und wird von Hand in und her geschwenkt. Oder das Gefäß hängt am Ende einer bis zum Boden reichenden Kette oder Seil als Pendel von der Decke herab und die Bewegung wird durch vertikal regelmäßigen Zug an der Kette intensiviert.
Um die bisweilen unerträgliche Rauchbildung gar nicht erst entstehen zu lassen, könnte man eine fernöstliche Methode des Räucherns verwenden, die sog. “Kodo”.
Bei dieser Methode wird die zum Glühen gebrachte Holzkohle mit Asche zugedeckt und eine Metallplatte wird obenauf platziert. Hier verdunsten die Wirk- und Duftstoffe, ohne dass eine Verbrennung vorkommt.
Das Räucherwerk sind verfügbar in unterschiedlichen Formen im Angebot Die wohl bekannteste Form ist das Räucherstäbchen. Diese werden durch Aufbringen der Substanzen auf ein Holz- oder Bambusstäbchen erzeugt. Oder die Mischung wird sofort in die Stäbchenform gepresst oder auch geknetet.
Den Räucherstäbchen werden je nach Zusammenstellung der Substanzen beruhigende, konzentrierende, ja sogar heilende Ergebnisse zugeschrieben. Räucherstäbchen, deren Grundmaterial ein Holzträger ist, entwickeln um einiges mehr Qualm und besitzen wegen des mitverschwelenden Holzes einen nicht so reinen Duft. Entgegengesetzt zu dem Räuchern von lockerem Räucherwerk auf Holzkohle sind Räucherstäbchen leichter in der Handhabung, verbrauchen sich langsamer und Duftmischungen sind besser in der Herstellung.
Es sind aber ebenfalls Räucherkegel (Räucherkerzchen). Hierbei werden die Substanzen gemahlen, zu einem feuchten Teig zusammengemischt und in Formen gegeben. Anschließend trocknen die Kerzchen und werden verpackt.
Das Verräuchern dient teils der Gewinnung angenehmer Gerüche, andererseits aber auch zu naturmedizinischen, rituellen und zu magischen Absichten als Paraphernalia (das sind Gegenstände, die zu einem ganz speziellen Kult zugehören und ihre Bedeutung jedoch nur innerhalb dieses Kultes ersichtlich sind).